Aufnahmeverfahren

Aufnahmekriterien

Folgende Voraussetzungen sind für eine erfolgreiche Aufnahme entscheidend:

  • Mädchen und Jungen in der obligatorischen Schulzeit
  • Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten gemäss ICD-10 F 81 (u.a. Störungen der Lese-, Schreib- und/oder Rechenfertigkeiten)
  • Verhaltensauffälligkeiten und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend gemäss ICD-10 F90-98; u.a. POS, AD(H)S, sowie Störungen des Sozialverhaltens und fehlende soziale Bindungen.
  • Autismus-Spektrum-Störung (ASS), insbesondere das Asperger-Syndrom gemäss ICD-10 F84.5
  • Empfehlung zur Sonderbeschulung gemäss Abklärung einer anerkannten Fachstelle
  • Normal bildungsfähig; durchschnittliche Intelligenz; Prognose: Realschul-Abschluss
  • Aussicht auf Betreuungs- und Entwicklungserfolg
  • Freiwillige sowie zivil- oder strafrechtliche Platzierungen sind möglich
  • Das Interesse von Seiten des Kindes/Jugendlichen und der Eltern sich kooperativ und motiviert auf das Angebot einzulassen
  • Einweisungsbeschluss und gesicherte Finanzierung

Ausschlusskriterien sind manifeste Suchterkrankungen sowie psychische Krankheiten, welche mit erheblicher Selbst- oder Fremdgefährdung verbunden sind.

Der Standortleiter steht Ihnen für eine Anmeldung weiterführende Auskünfte gerne zur Verfügung.

Telefon: +41 (0)61 845 10 10 oder info@stiftolsberg.ch

Aufnahmeverfahren

Der Erstkontakt mit der Standortleitung erfolgt in der Regel telefonisch über die Eltern, eine Fachstelle oder eine Behörde. Bei diesem Gespräch werden die Ausgangslage und die gesuchten Hilfestellungen mit dem bestehenden Angebot verglichen. Bei Übereinstimmung werden die Eltern bzw. die Fachstelle gebeten, uns alle Berichte des Kindes zuzustellen.

Das Aufnahmeverfahren gliedert sich in drei Schritte:  

1. Vorstellung und Besichtigung

Das Kind oder die/der Jugendliche besucht uns zusammen mit den Eltern, falls möglich in Begleitung einer Vertretung der Schulpflege oder Fachstelle. Bei dieser Führung erhalten Sie alle notwendigen Informationen für einen allfälligen Aufenthalt des Kindes/Jugendlichen. Danach erfolgt ein zweiter telefonischer Kontakt. Dieser dient dem gegenseitigen Austausch der Erkenntnisse, Beobachtungen und Absichten.

Ein im Heimbereich übliches “Schnuppern” der Kinder/Jugendlichen über mehrere Tage hinweg wird aus verschiedenen Gründen weder gefordert noch angeboten. Bei Interesse am Angebot der Tagessonderschule kann ein halbtägiges Hospitieren sinnvoll sein und wird deshalb auch gerne ermöglicht.

Bei grundsätzlicher Eignung, vorhandenem Platz sowie gegenseitigem und konkretem Interesse werden die weiteren Aufnahmeschritte eingeleitet.

2. Anmeldeunterlagen

Mit dem Versand der Anmeldeunterlagen an die Eltern dokumentieren wir unsere Bereitschaft das Kind/den Jugendlichen aufzunehmen. Nach der Rücksendung der Unterlagen – möglichst inklusive weiterer Schul- und Therapieberichte – erfolgt die Terminvereinbarung für das Eintrittsgespräch.

3. Eintrittsgespräch

In diesem Gespräch wird gemeinsam über den Eintritt entschieden. Zusammen mit den Eltern und dem Kind/Jugendlichen klären wir die Gesamtsituation, Erwartungen, Bedürfnisse, Rollen und möglichen ersten Zielsetzungen. Seitens des Stifts Olsberg nehmen die Gesamtleitung, die Klassenlehrperson und die Bezugsperson der Wohngruppe teil. Neben den Eltern und dem Kind/Jugendlichen nimmt eine Vertretung der Schulpflege und/oder einer involvierten Fachstelle teil.

Das Eintrittsgespräch stellt gleichzeitig den Start der individuellen Förderplanung dar. Die Ergebnisse werden schriftlich festgehalten und von den Eltern und den Vertretenden des Stifts Olsberg unterzeichnet.

Zeigen sich bei der psychodiagnostischen Einschätzung grössere Herausforderungen, können auf gemeinsamen Beschluss hin weitere Abklärungsschritte nötig sein.

Der Eintritt erfolgt in der Regel innerhalb von zwei Wochen.